Nachteile der privaten Krankenversicherung

PKV Nachteile

Bildquelle: fotolia.com – vege. Bisweilen wird ein Wechsel der privaten Krankenversicherung angestrebt, weil diese Versicherungsform in Einzelfällen auch Nachteile beinhaltet. Diese betreffen in der Regel bestimmte Tarife oder die generelle Tarifpolitik von PKV-Gesellschaften.

Gründe für den Wechsel der privaten Krankenversicherung

Wenn bei einer Gesellschaft die Beiträge überproportional stark oder schnell steigen, ist ein Wechsel zu einer anderen PKV angezeigt. Dies gehört zu den Nachteilen der privaten Krankenversicherung. Während in der GKV die Versicherten ihren Beitrag stets relativ genau in Prozenten ihres Bruttoeinkommens kalkulieren können – bis auf eventuelle Zusatzbeiträge -, erhöhen PKV-Gesellschaften manchmal im Jahrestakt die Preise für ihre Policen. Das ist allerdings nicht durchweg der Fall. Bei einigen Gesellschaften bleiben die Beiträge auch über lange Zeit stabil oder sinken in manchen Jahren leicht ab. Wenn die Tarife teurer werden, haben PKV-Versicherte ein außerordentliches Kündigungsrecht innerhalb von 4 Wochen nach Zugang des Schreibens über eine Beitragserhöhung. Immer im Herbst kalkuliert die PKV ihre Ausgaben und Einnahmen, die Schreiben über die Policenpreise für das kommende Jahr gehen den Versicherten stets im November zu. Da das Versicherungsjahr gewöhnlich zum 31.12. endet, bleibt danach genug Zeit, um sich nach einer neuen PKV-Gesellschaft umzusehen. Wer diesen Wechsel plant, muss einen PKV Vergleich durchführen.

Was beim Abschluss einer PKV zu beachten ist

Wer einen PKV Vergleich durchführt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass einige selbstverständliche Leistungen der GKV nicht in jedem PKV-Tarif enthalten sind. Und in mindestens einem Punkt hat die GKV gegenüber der PKV einen eindeutigen Vorzug: Das ist die kostenlose Versicherung der Familienangehörigen. In der PKV benötigt jedes Familienmitglied seine eigene Police. Auch dass bei Vorerkrankungen innerhalb der PKV Risikozuschläge, Leistungsausschlüsse und sogar die Ablehnung eines Antrages möglich sind, zählt zu den PKV-Nachteilen. Es ist zu beachten, dass hier jede Gesellschaft anders tarifiert, ebenso wie bei der Beitragspflicht während längerer Krankheiten oder im Fall von Arbeitslosigkeit. Bei einigen Gesellschaften können dann die Beiträge ruhen, bei anderen nicht. Hier ist der Vergleich auf jeden Fall angezeigt. Dass die Krankenversicherung nicht ohne Weiteres gewechselt werden kann, sondern jedes Mal eine neue Gesundheitsprüfung fällig wird, empfinden viele Versicherte ebenfalls als nachteilig. Rechnungen zahlen privat Versicherte zunächst im Voraus, sie reichen die Erstattung bei ihrer Krankenversicherung ein und warten eine gewisse Zeit auf das Geld. Das empfinden Familien als belastend, in denen zeitweilig mehrere Familienmitglieder medizinische Leistungen in Anspruch nehmen und sich dabei die Kosten summieren. Auch während des Mutterschafts- und Erziehungsurlaubs gewährt eine PKV nicht unbedingt Beitragsfreiheit, sie übernimmt nicht in jedem Fall die Unterkunftskosten bei Kuraufenthalten, außer dies wurde tariflich ausdrücklich vereinbart (gegen Mehrbetrag), ebenso werden Rücktransportkosten bei Erkrankungen im Ausland nicht in jedem Fall übernommen, und bei Zahnersatz sind in den ersten Versicherungsjahren Summenbegrenzungen möglich. All diese Einschränkungen sind jedoch ein Kann, kein Muss. Daher sollte vor dem Abschluss einer privaten Krankenversicherung genau verglichen werden.

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