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Zandan Shatar Finanzratgeber | 26. May 2013

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Russland hilft Zypern aus der Misere

dennis

Wie aktuell bekannt wurde, haben die Vertreter Russlands und Zyperns in Moskau einen Vertrag unterzeichnet, dem ein Kredit von insgesamt 2,5 Milliarden Euro zugrunde liegt. Diese Summe will Russland Zypern über mehrere Jahre hinweg zur Verfügung stellen. Wie einige andere europäischen Länder auch, befindet sich Zypern derzeit in einer schweren finanziellen Krise und befürchtet, sich im kommenden Jahr einem finanziellen Engpass zu nähern, den das Land aus eigenem Antrieb nicht meistern könnte. Daher hat die Insel vor der türkischen Küste Kontakt mit den Russen aufgenommen, die nach reiflicher Überlegung einen Kredit gewähren und somit ihre Unterstützung zeigen wollen. Russlands Vizefinanzminister ließ offiziell verlauten, dass die erste Tranche des Vertrages bereits noch vor dem Jahreswechsel überwiesen werde.
Insgesamt sollen es drei Teilbeträge sein, die je mit einem Zinssatz von 4,5 Prozent über eine Laufzeit von viereinhalb Jahren ausgezahlt werden sollen – mit vergleichbar angenehmen Konditionen für die Regierung von Zypern, die über das Geld bedarfsgerecht verfügen kann. In erster Linie soll das Darlehen aber vor allem für die Refinanzierung anderer Verbindlichkeiten genommen werden, die dringend zurückbezahlt werden müssen. Des Weiteren steht in Zypern noch sprichwörtlich eine Baustelle auf dem Haushaltsplan, denn im vergangenen Jahr wurde das wohl wichtigste Kraftwerk der Insel mit dem Namen „Evangelos Florakis“ bei einer Explosion komplett vernichtet. Da die Insel jedoch nicht auf diesen wichtigen Energielieferanten verzichten kann, so ist es der Regierung besonders wichtig, es schleunigst wieder einsatzbereit zu sehen. Die Reparaturen verschlingen jedoch immense Summen. Insofern war eine Fremdfinanzierung früher oder später unausweichlich. Russland ist es nun, das Zypern aus der Klemme helfen soll.

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